Learned while traveling: Blogging is a lonley buisness.

click here to jump to the english version

Viele, viele Stunden meiner Zeit verbringe ich in Cafés vor dem Bildschirm meines Laptop und starre auf die Uhrzeit in der rechten, unteren Ecke. „Um Punkt 14 Uhr fange ich an zu Schreiben.“, motiviere ich mich. Um 14 Uhr lese ich dann grade einen interessanten Artikel. „Um 14.30 Uhr, dann aber wirklich.“, sage ich mir. Und um 14.30 Uhr öffne ich schließlich wirklich ein neues Dokument, beginne zu schreiben, lese was ich geschrieben habe und lösche es wieder. Oder ich speichere es und denke, dass es vielleicht besser wird wenn ich noch eine Nacht darüber schlafe. Am nächsten Morgen stelle ich mir den Wecker dann auf Frühmorgens, klappe den Laptop auf, lese was ich schrieb, befinde es für genauso schlecht wie am Abend zuvor und beginne stattdessen lieber Nachrichten zu lesen. „In einer halben Stunde fange ich an, den Text zu überarbeiten.“, beruhige ich mein schlechtes Gewissen mit Blick auf die Uhrzeit. Es liegt ja noch ein ganzer Tag vor mir…

Foto0448Ja, das Zeug liegt da wirklich nur zur Deko.

Was ist los?

Einen neuen Post zu schreiben scheint mir grade eine riesige, unlösbare Aufgabe. Einen Felsbrocken, den ich nicht von mir gerollt bekomme. Seit nun fast einem Monat gibt es nichts neues mehr auf meinem Blog. An Material mangelt es mir nicht, mehrere, fast fertige Entwürfe warten darauf überarbeitet und fertiggestellt zu werden.

Irgendwo auf der Strecke habe ich den Spaß am Schreiben verloren. Das größte Glücksgefühl meiner Reise, einen neuen Post fertig zu haben oder ein Thema gefunden zu haben, ist mir wohl aus dem Rucksack gerutscht.

Wenn ich versuche mich daran zu erinnern, wann ich das letzte Mal Spaß am Schreiben hatte, so war das definitiv in der Anfangszeit der Gezi-Proteste. Ein glücklicher Zufall hatte mich mitten ins Herz der Proteste stolpern lassen, die Welt guckte auf den kleinen Gezi-Park und meinen Blog. Unglaubliche Besucherzahlen von bis zu 500 Leserinnen pro Tag verzeichnete mein Protokoll.
Doch trotz der wahnwitzigen Besucherzahlen bekam ich kaum Rückmeldungen. Und sobald das Thema aus den Schlagzeilen verschwunden war, wurden aus kaum Rückmeldungen gar keine Rückmeldungen und die Besucherzahlen schwanden.
Hatte ich überhaupt etwas damit erreicht über die Proteste zu schreiben? Hatten Menschen sich Gedanken gemacht und wenn ja worüber? Was wollte ich überhaupt erreichen? Was erwarten diejenigen, die sich auf meinen Blog verirren von mir?

Zu Beginn meiner Reise hatte ich die Vorstellung durch den Blog wäre es nicht nur meine Reise, sondern auch die meiner Leser. Ich hatte gehofft, mit Euch zusammen zu reisen. Von euch Anregungen, Kritik und Vorschläge zu bekommen. Grade durch das Crowdfunding hatte ich das Gefühl nicht nur für mich zu schreiben.
Irgendwann in den letzten Wochen entdeckte ich das tolle Projekt Crowdspondet. Zwei Frauen machen sich für drei Monate auf nach Brasilien um von dort aus über genau das zu schreiben, was ihre Leserinnen interessiert. Die Beiden scheinen zu schaffen, was ich erreichen wollte: eine Art Dialog mit den Lesern. Was machen die Beiden anders? Was machen sie besser? Wo könnte ich von ihnen lernen? Eine Idee ist es, twitter intensiver zu nutzen. Vielleicht gelingt es mir so, mehr Kontakt mit meinen Lesern zu haben. Ich freue mich also sehr, wenn ihr meinem twitter-account @FrolleinEuropa folgt.

Ich lese selber viele Blogs. Bekomme mit, dass viele Bloggerinnen mein Problem haben. Mode-Blogger etwas seltener, zwischen den Fashion-Bloggerinnen scheint es eine bessere Vernetzung zu geben. Selbst wenn es nur Kommentare á la „Wow, woher hast du denn diese Hose?“ sind, so sind es doch Rückmeldungen. Ich habe versucht mir ein Netzwerk zu finden und scheine doch nirgendwo so recht hineinzugehören. Bin ich vielleicht nicht klar genug in meiner Themenwahl? Müsste ich mich mehr spezialisieren? Wenn ja, auf was?

SAM_0316In Griechenland bin ich inzwischen übrigens angekommen. Hier ein Kloster auf Kreta.

Während das Bloggen also eine eher einsame Angelegenheit ist, ist das Reisen toll. Ich treffe inspirierende Menschen, habe schöne und weniger schöne Tage, erfolgreiche Zeiten und Zeiten, in denen ich mir die Füße platt laufe auf der Suche nach Geschichten. Und irgendwann schlich sich der Gedanke ein, dass das vielleicht auch einfach niemanden interessiert.

Und wenn es niemanden interessiert, kann ich es dann nicht auch einfach lassen? Ein Trotzgedanke, der sich schnell in eine ausgewachsene Schreibblockade verwandelte. Schreibblockaden und Zweifel daran, ob es jemanden interessiert, was man schreibt, sind keine originellen Probleme. Auf vielen, vielen Blogs finden sich Texte über das Thema. Ich wage zu behaupten, dass sie einer der Hauptgründe dafür sind das Bloggen aufzugeben.

Sicher sind diese „Niemand interessiert was ich hier mache“- Gedanken kindisch. Mein Projekt wurde von mehr als 50 Menschen unterstützt. Besonders Euch, lieben Unterstützern schulde ich eine Entschuldigung dafür, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Eigentlich sollten mir diese Menschen als Bestätigung dafür, dass mein Thema generell interessant ist und sie mir zutrauen darüber zu schreiben, reichen. Auch bekomme ich hin und wieder Mails von Menschen, die meine Posts gelesen haben und mir Links oder Anregungen schicken. Ein besonderer Dank geht hier an Biene und Patre, die mich wirklich unermüdlich begleiten.

Trotzdem frage ich mich, wenn mein Thema doch eigentlich interessant ist, scheitere ich dann vielleicht einfach an der Umsetzung, also am Schreiben?
Vor meiner Reise habe ich oft darüber nachgedacht, was das Schwierigste sein würde. Vielleicht, dass ich mich immer wieder an neue Menschen und Orte gewöhnen muss? Themen für meinen Blog zu finden? Oder Heimweh?
Nichts davon ist es. Ich stelle fest, dass es mir sehr leicht fällt neue Menschen kennenzulernen. Offline bin ich nur sehr selten einsam. Virtuell ist das was anderes. Das Schwierigste ist tatsächlich zu schreiben ohne Feedback zu bekommen. Es ist schwierig, sich mit niemanden über das Schreiben und die behandelten Themen auszutauschen. Ich bin keine Journalistin, ich habe nicht Studiert, habe das Schreiben und Interviewen nie gelernt sondern mache es halt so, wie es mir richtig erscheint. Natürlich ist jeder Mensch selbstkritisch, kaum einer meiner Posts erscheint mir fertig, wenn ich ihn hochlade. Fehlende Reaktionen machen mich unsicher. Ist er vielleicht gar nicht interessant? Müsste ich etwas anders machen?

Aus der Schule fürs Leben gelernt

In der Schule war das leichter: eine Klausur kommt mit einer Punktzahl und mit, im besten Falle nachvollziehbaren, Kommentaren am Rand zurück. „Was hast du denn geschrieben?“, konnte man seine Nachbarin fragen. Mir war nie bewusst, wie wichtig mir dieser Austausch zum Arbeiten ist.

Mir ist klar, dass jeder meiner Leser ein beschäftigtes Leben führt. Ebenso wenig wie ich den ganzen Tag über euer Leben und eure Arbeiten nachdenke, so grübelt ihr nicht Stunden über Frollein Europas letzten Post. Ich möchte nicht, dass ihr zum virtuellen Lehrer werdet und meine Text bewerten müsst.
Was ich suche ist ein virtueller Klassenraum. Menschen, bei denen ich mal aufs Blatt spähen kann und fragen kann: „Was hast du denn da geschrieben?“. Menschen, mit denen ich mich über meine Arbeit austauschen kann. Ich bewundere die Bloggerinnen sehr, die es ohne diesen Austausch schaffen. Aber ich denke, ich bin einfach (noch) nicht so weit. Deshalb meine Frage an euch: Habe ich irgendein Netzwerk übersehen? Gibt es einen solchen virtuellen Klassenraum? Oder ganz generell: Tauscht ihr euch über eure Arbeit mit anderen aus? Ist das ein wichtiger Teil des Schreibens (oder vielleicht auch jeder anderen Arbeit) und wie gestaltet ihr diesen Austausch?

Übrigens: Für ein weing Gender-Gerechtigkeit bei gleichzeitiger Lesbarkeit habe ich die männliche und weibliche Form abwechselnd genutzt.

DSCF3786Wie illustriert man eine Schreibblockade?

Postponing? I don’t know what you are talking about!

I spend many, many hours of my time sitting in front of my computer and starring at the time. I’m telling myself: “I’ll start writing at exactly 2 o’clock.”. And at 2 o’clock, I’m occupied with reading a really good article. But it doesn’t matter, because at 2.30 I will start for sure. And really, half an hour later I finally open a new document and start writing. Soon after, I read what I just wrote and delete the whole passage again. Or I save it and promise myself to have another look at it tomorrow, thinking that it might get better over the night. On the next morning my alarm-clock starts ringing early, I open my laptop, read what I wrote and it’s still as bad as it has been on the evening before. Instead of working on it I begin to read some news. There is a whole day ahead of me and in just half an hour I’ll really start working seriously…

Foto0448

Yeah, all this serious-looking writing stuff is just decoration

 What is wrong?

To write a new posts seems like a impossible, unsolveable task to me. It’s like being buried under a huge rock which I can’t move away from me. Since nearly a month I didn’t  update my blog at all. I don’t even dare to check when I wrote the last english post. It’s not that I’d lack material. Several drafts waiting to be edited and finished.

Somewhere during my journey I lost the joy in writing. The biggest happiness on this trip has always been to finish a new post or to find a new topic. It seems like this slipped out of my backpack.

When I try to remember the last time I had fun writing a post, I think of the beginning of the Gezi-Protests in Turkey. By chance I stumbled into the hearth of the protests. The world was watching the small Gezi-Park and my blog. My statistics showed the unbelievable number of more than 500 reader on a single day. But in spite of this insane number I got next to no feedback on my texts. And as soon as Gezi-Park vanished from the international news, next to no feedback became no feedback at all.

Did I reached anything at all with writing about the protests? What did people think about while reading my texts? What do I want to reach in general? What do my reader expect from me and my blog?

At the beginning of my trip I had the idea that due to my blog it would not be just my trip, but the trip of my reader, too. I hoped to travel together with you. I hoped to get challenges, critics and suggestions from you. Especially, because of the crowdfunding I had the feeling to write not just for myself.

Somewhere during the last weeks I discovered the great project Crowdspondent. Two German girls travel to Brazil for three month and write about whatever their backer want them to. They seemed to archive what I was trying to do: a kind of dialog with their reader. What do they do differently? What can I learn from them? Definitely, I want to use twitter more. Maybe that helps to get more feedback and contact to my reader, too. My twitter-account: @FrolleinEuropa

I read many blogs myself. I see that it is not just me who doesn’t get enough feedback on posts. Many blogger have the same problem. Fashion-Blogger seem to be a little better connected. Even if it is just a comment about where to buy the great trousers, at least they do get some feedback. I tried to find myself a network many times. But somehow, I don’t seem to match anywhere. Maybe my topics aren’t clear enough? Maybe I need more specialization?

SAM_0316

By the way, I reached Greece. On the pic you see a monastry on Crete.

While blogging is lonely, traveling brings me much joy. I meet inspiring people, have good and bad days, successful times and times were I walk miles searching for stories. At some point I started to think that maybe it’s as simple as that: It just isn’t interesting what I do.

And if it isn’t interesting, why not just stop writing about it? A thought of defiance which developed into a grown writer’s block. For sure this “nobody is interested in what I’m doing” thoughts are childish. My project got supported from more than 50 backers. I owe all these people a huge apology for not writing such a long time.

In fact, these people should be enough proof for me that my topic is interesting. Also it should proof me that people believe in my ability to write. Sometimes I get mails from people who read my posts and send me links or thoughts about it. A special thanks goes out to Bine and Parte who support me a lot.

But still I’m asking myself: If my topic is interesting in general, maybe I’m just failing with the writing?
It is hard to write without getting feedback. It is difficult to have nobody to talk to about the writing process and my topics. I’m not a journalist, I didn’t study yet and never learned how to write or interview people. I just do what seems right to me. Of course, everybody is self-critical. Nearly none of my posts seemes ready to me when I upload it. Not getting reactions makes me unsure. Maybe it isn’t interesting at all? Maybe I should do something differently?

This has been easier in school: an exam comes back with a grade and, in the very best case, reasonable comments next to it. “What did you write?”, I could ask my neighbours. I was never aware how important this exchange is for my work.

Since I don’t want my reader to be my virtual teacher (I know you have better stuff to do), I’m just searching for an online class-room. A place where I can lean over and ask somebody “what do you think of this?”. People with whom I can exchange about my and their work.

I admire blogger who can do it without this exchange but I think I’m not experienced enough yet. That’s why I’m asking you: Did I overlook a useful network for blogger? Is their a virtual class-room anywhere? Or in general: Are you talking to others about your work? Does that help you and how do you organize it?

Advertisements

18 thoughts on “Learned while traveling: Blogging is a lonley buisness.

  1. Liebe Lilja,
    ich weiss noch, als ich in Afrika gearbeitet habe, da hab ich auch jeden Monat einen Bericht geschrieben, hauptsächlich für finanzielle Unterstützer. Und einmal habe ich auch so einen frustrierten Bericht abgeliefert, nicht so sehr wegen einer Schreibblockade, sondern eher, weil ich mir von der Organisation, für die ich da gearbeitet habe, allein gelassen und un-unterstützt gefühlt habe.
    Die Gegebenheiten waren anders: Es gab keinen Strom (und schon gar kein Internet!!!), ich habe mit der Hand geschrieben, die Direktorin hat meine Zettel zur Stadt gefahren und gefaxt, und meine Empfängerin in Deutschland hat es abgetippt und rumgemailt, bzw. per Post verschickt.
    Da hatte ich jedenfalls auch niemals Rückmeldungen, und das hat mir auch gefehlt.

    Mir tut es so leid, dass Du Dich so alleingelassen fühlst! Ich liebe Deine Posts, und ich habe mir im letzten Monat ein bisschen Sorgen gemacht, wo Du wohl bist und wie es Dir geht. Ich bin froh, dass es “nur” eine Schreibblockade ist.
    Leider kann ich Dir nicht mit Links, Netzwerken oder sonstigen Vorschlägen dienen. Deine Berichte haben auf jeden Fall Belang, sind interessant, wunderbar lesbar, da flutschen einem die Sätze nur so ins Ohr und man kriegt immer das Gefühl, dass Dir das, was Du schreibst, wirklich wichtig ist und aus dem Herzen kommt. Auch so dieser Post von heute.
    Bitte schreib weiter!

    Deine Kirsten

    • Liebe Kirsten,
      vielen Dank für dein Kommentar!
      Die vielen Reaktionen auf den Post haben mich sehr glücklich gemacht und mir viele Gedankenanstöße gegeben. Alleine gelassen fühle ich mich nun gar nicht mehr 🙂

      Ich denke, ich werde versuchen in Zukunft öfter zu posten und dafür vielleicht weniger “ausgefeilt”, vielleicht auch mal etwas, was nicht unbedingt zu meinem Thema gehört und hoffen, dass ich es über Twitter und Facebook schaffe, mehr Menschen zu Reaktionen zu bewegen. Falls nicht werde ich mir einfach Dein und die anderen Kommentare hier ansehen und wissen, dass ihr mitlest.

      Ich wusste übrigens gar nicht, dass du mal in Afrika gearbeitet hast. Davon musst du mir mehr erzählen wenn wir uns mal sehen!

      Weiter schreiben werde ich auf jeden Fall! Vielen Dank nochmal für deine Ermunterung,

      Lilja

  2. Liebe Lilja,

    ich bewundere deine Mut und die Idee zu deiner Reise. Das Thema ist wirklich interessant und daher fand ich es auch unterstützenswert, was du machst. Aus persönlichen Gründen kam ich in den letzten 3 Monaten nicht dazu, deinen Blog zu lesen. Angeregt zum Kommentieren war ich vorher aber tatsächlich noch nicht ganz. Ich habe deine Reise verfolgt und fand es spannend, was du erlebst. Doch was hätte ich dazu sagen sollen? Ich wusste es nicht. Ähnliches habe ich nicht erlebt, über Politik (trotz eigener Meinung) habe ich bisher noch nicht geschrieben.
    Dieses Mal hast du ein mir sehr nahes Thema angesprochen. Ich kenne sowohl das Thema der Schreibblockade als auch das Bedürfnis über die eigene Arbeit und das Geschriebene zu reden. Doch ich kommentiere nicht nur, weil ich dazu eine Meinung habe, sondern weil ich mich als Leserin mehr angesprochen gefühlt habe – insbesondere, weil du am Ende Fragen gestellt hast. Nun weiß ich nicht mehr, ob du das bei anderen Posts auch schon getan hast, hier sprang es mir sofort ins Auge.
    Also ich denke, das direkte Ansprechen der Leser, Fragen zu stellen, regt LeserInnen zum Kommentieren an. So geht es mir zumindest.
    Gib nicht auf, mach weiter.

    Und als Schreibberaterin sage ich dir: Schreib um deinetwillen. Kommunikation ist zwar sehr wichtig, aber nimm dich selbst als Leserin deines Schreibens wahr. Mich motiviert das.
    Nora

    • Liebe Nora,

      danke für deinen Hinweis auf die Frage am Ende! Ehrlich gesagt habe ich es bisher vermieden in meinen Posts Fragen zu stellen, weil ich Angst hatte, dass niemand antwortet. Da es diesmal aber so gut geklappt hat werde ich es in Zukunft öfter probieren!

      Mich selber als Leserin meines Schreibens wahr zu nehmen werde ich mal probieren, nur, habe ich dafür eher mein Tagebuch und Notizbuch als meinen Blog. Vielleicht muss ich einfach lernen, den Blog mehr wie ein Tagebuch zu führen.

      Es freut mich jedenfalls sehr, dass Du meinen Blog liest und ich danke Dir vielmals für Deinen Kommentar!

  3. Liebes Frollein Europa,

    wir versuchen, uns mit Leuten über Facebook und Twitter austauschen. Dort schreiben uns auch mehr Menschen als direkt auf unserem Blog. Wir sind zu zweit, das ist wahrscheinlich auch ein anderes Blogger-Dasein als wenn man sich alleine durchschlägt. Da kannst du dich immer gegenseitig motivieren. Falls du mal mit uns skypen willst oder anderen Austausch suchst: Jederzeit! Wir senden dir aus Rio einen großen Schwung Motivation. Also bitte: Mach weiter!

    Liebe Grüße
    Lisa und Steffi von crowdspondent

    • Hey,

      vielen, vielen Dank für euren Kommentar!
      Ich werd versuchen Twitter und Facebook in Zunkunft öfter zu nutzen. Anfangs habe ich mich dagegen gesträubt, weil ich Angst hatte auf diese Art noch mehr Zeit vorm Computer zu verbringen. Ich habe aber auch schon gemerkt, dass ich über Facebook deutlich mehr Reaktionen auf Posts bekomme. Vielleicht ist ein Blog einfach nicht das richtige Medium für Diskussionen.

      Über Skpye/Mails mit euch würde ich mich riesig freuen!

  4. Ich habe das Gefühl, dass du für deine Leser und nicht für dich selber schreibst! Das ist in meinen Augen ein großer Fehler. Dein Blog ist DEIN Baby. Du solltest dich um ihn kümmern und ihn lieb haben. EGAL was die anderen von ihm halten!
    Klar, es ist schöner Feedback zu bekommen. Aber die meisten Blog-Leser sind nun mal stille Verfolger. Die sind aber auch nicht wichtig. Es ist DEIN Tagebuch. Es ist DEINE Erfahrung, die du sammelst. Später kannst du deinen Blog öffnen und noch mal alles erleben. Du könntest ihn deinen Kindern zeigen.
    Wie wäre es mit deinem Blog als Buch am Ende deiner Reise?

    Ich gebe zu, dass Reiseblogs nichts für mich sind. Ich reise einfach nicht gerne. Ich verfolge auch nur die Blogs regelmäßig, die leckere Rezepte posten. Oder etwas über die Gesundheit. Oder Tierrechte.
    Da wir gerade bei Rezepten und Reisen sind: Wie wäre es damit?! Du besuchst verdammt viele Länder, du lernst ihre Küche kennen. Stell sie doch auch mal vor! Wenn du magst, könntest du auch bei uns ein paar Gasteinträge mit vegetarischen oder veganen Rezepten machen. Vernetzung ist als Blogger das A und O! Deshalb sind Gasteinträge in meinen Augen sehr wichtig!
    Und sonst: Kennst du Blog-Zug? Das ist eine Plattform. Dein Blog reist und kann von anderen gefunden werden. Schau dich dort um! Sonst kann ich dir leider nicht helfen, da ich mich mit den Reiseblogs nicht auseinander gesetzt habe.

    Übrigens hast du einen schönen Schreibstil! Mach dich nicht unnötig selber runter. Schreib weiter, poste mehr! Wenn man selten postet, hat man auch weniger Leser.
    Ich wünsch dir Glück und Spaß beim Bloggen!

    • Liebe Alex,

      tausend Dank für dein Kommentar!

      Ich weiß, dass der Blog mein Baby sein sollte, aber ich habe irgendwie das Gefühl, dass dann Nutzen und Aufwand nicht ganz im Einklang sind. Wenn ich nur für mich schreibe, würde es dann nicht auch reichen, nur ein Tagebuch zu führen? Die Erfahrungen sammel ich ja auch ohne sie ihr festzuhalten. Aber natürlich hast du recht, ich muss einfach auf das Interesse der stillen Leser vertrauen 🙂

      Bisher habe ich darauf verzichtet die Küche oder ähnliches der Länder in die ich reise vorzustellen weil ich Angst hatte, dass das mein Blog-Thema verwässern könnte. Aber die Idee bei euch mal einen Gastpost mit nem Rezept zu machen find ich toll! ich melde mich bei dir, sobald mir ein gutes Rezept über den Weg läuft (das meiste, der Couchsurfing- und Hostelküche willst Du nicht auf deinem Blog haben…). Vielen Dank für das Angebot!

      Blogzug kenne ich und nutze ich auch manchmal. Ich glaube, dass sich auch manche Menschen auf die Art hierher verirrt haben. Nur bringt das ja auch nicht so richtig Feedback, oder? Vielleicht habe ich die Plattform aber auch einfach noch nicht so ganz verstanden da ich mich noch nicht wirklich damit auseinander gesetzt habe…

  5. Hallo Lilja,
    gerade habe ich über die Umwege des Internets deinen Blog entdeckt. Bis jetzt habe ich nur diesen Artikel und deine Vorstellung gelesen, habe aber schon Lust, mich morgen wieder an den PC zu setzen und ein bisschen durch die Länder zu reisen – eben mit deinem Blog!
    Also daraus kann man ja schonmal schlussfoolgern, dass dein Schreibstil genau richtig ist, für einen Blog. Und du gibst dir auch richtig Mühe: Wer achtet schon auf abwechselnde Genderbezeichnungen 🙂
    Ich finde dein Projekt sehr gut, weil es eben gerade ermöglicht, Europa kennenzulernen.

    Also, eine neue Leserin hast du – und wenn mir etwas einfällt, schreibe ich einen Kommentar : Vielleicht auch nur: “ich bin ein bisschen neidisch auf deine Reisemöglichkeit, aber danke, dass ich mitlesen kann”. Wäre das ein Anfang?
    Viele Grüße, Marlene

    • Liebe Marlene,

      Herzlich Willkommen auf meinem Blog!
      Es freut mich sehr, dass dir der Blog bisher gefällt und ich hoffe, dass das so bleibt wenn du ein wenig weiter liest 🙂

      Dein Kommentar ist ein super Anfang. Genau solche Kleinigkeiten zeigen mir, dass Menschen mitlesen und es ihnen gefällt.

      Alles Liebe,
      Lilja

  6. Lilja, du musst weiterschreiben! Ich warte jedes Mal sehnsüchtig auf einen neuen Eintrag. Und so geht es vielen, glaube mir. Das du mehr Feedback haben möchtest kann ich gut nach vollziehen. Sonst fühlt es sich so an, als ob man ins Leere hineinschreibt. Vielleicht ist es sinnvoll immer ein paar Fragen am Ende deiner Artikel in den (nicht leeren) Raum zu werfen, so wird man als Leser noch direkter angesprochen und mehr aufgefordert sich einzumischen!

    • Liebe Helene,
      danke für dein Kommentar! Auf deine Posts warte ich auch immer sehr sehnsüchtig… Das mit der Frage hat Nora ja auch schon vorgeschlagen, ich werde ich in Zukunft öfter mal probieren.
      Du bist aber übrigens auch eine riesige Ausnahme von meinem obrigen Genörgel, unsere Mails sind genau der Austausch, den ich mir wünsche. Also müssen wir damit nur weitermachen 🙂

  7. Liebe Lilja,

    einige Deiner Gefühle kann ich gut nachvollziehen, andere wiederum irritieren mich eher. Ja, Du schreibst von Deiner Reise und willst Menschen davon berichten und erwartest möglichst Feedback. Ja, Du schreibst für Dich und ich als Leserin möchte natürlich etwas lesen, dabei sein. Das geht nur übers posten. Meine Sorgen und Gedanken am Ende der Türkei-Reise wollte ich nicht posten, hoffte, dass Du Dich einfach von irgendwoher wieder meldest (auf Facebook ist das dann auch gelungen). Es muss nicht immer der Riesenbericht bis ins letzte recherchiert sein, wichtig sind auch kleine Zwischenmeldeungen. Vielen habe ich Deinen Link gegeben, damit sie über Dein Projekt erfahren. Viele lesen nur alle paar Tage einen solchen Blog, weil man sich die Muße nehmen muss, aber Menschen, die Dich nicht kennen sind auch begeistert von Deinem Blog ohne es zu kommentieren. Lilja, würdest Du nur für Dich schreiben, bräuchtest Du keinen Blog, sondern nur Word. Von daher mein Nein dazu, es handele sich nur um Deine Sache, es ist mehr als das und Du hast viele, viele wichtige Gedanken im Vorfeld geäußert und auch hier aufgeschrieben. Versuche Dir treu zu bleiben. Der Blog muss nicht perfekt sein, die Zeit kannst Du Dir für das Buchprojekt nehmen, das HAT Zeit. Der Blog lebt von Aktualität.
    Diese Gedanken waren mehr wichtig loszuwerden und ich weiß auch gar nicht, wann ich wieder online sein kann, aber dann hoffe ich natürlich auf weitere Posts. Im Zweifel: tipp doch mal ein Manuskript ab, wenn Du gar nicht weiter kommst, ich fände das auch mal spannend.
    Ganz herzliche Grüße von den ebenfalls reisenden Rheinländern
    Deine Indra

  8. Hallo Lilja,
    wie du weißt, warte ich auch auf jeden deiner Posts und ich finde sie wunderbar, also bitte nicht verzagen!
    Vielleicht kannst du Aufwand und Nutzen besser in Balance halten, wenn du dir gestattest, auch mal unperfekte Berichte oder kurze Hinweise zu veröffentlichen? Ich würde gerne noch öfter lesen von dir. Aber ich weiß auch von Leuten, die nur ab und zu bei dir reinschauen aber dafür dann ganz lange lesen. Das ist halt die Freiheit der Leser*innen – sobald du veröffentlichst gehören deine Worte nicht mehr dir.
    Ich finde Bloggen toll und auch mutig. Ein Medium, das mir sehr gefällt. Ich stöbere gerne in Blogs herum, auf die ich zufällig stoße. Manchmal kommentiere ich, manchmal freue ich mich auch nur, oder klicke eben weiter wenn es mich nicht fesselt. Aber ich finde diese Möglichkeiten einfach toll, die das Internet bietet. Es ist doch großartig, dass du mehr Menschen als nur den Menschen, die du schon kennst, berichten kannst – ganz ohne Verlag! Und du kannst sie auch in ein paar Jahren noch erreichen – nicht nur die aktuellen Klickzahlen zählen.
    Dass nur wenige Menschen kommentieren werden, aber viele trotzdem lesen ist ein bekanntes Phänomen: http://ross.typepad.com/blog/2006/04/power_law_of_pa.html (ein alter Link, aber trotzdem interessant). Ich würde die “nur”-Leser*innen trotzdem nicht als passiv bezeichnen, denn sie machen sich auch ihre Gedanken beim Lesen und reisen mit dir. Aber nicht alle möchten ganz öffentlich antworten.
    Zum Thema Schreibblockaden kann ich nur sagen, das einzige was hilft ist Schreiben. So blöd und paradox das klingt. Ich freu mich drauf!
    Katrin

  9. Liebe Lilja,
    schreibe doch zuerst ‘mal ganz einfach wo Du bist und was Du machst . . .
    Wir fragen Dich dann Genaueres.
    Patre

  10. Hey Lilja!

    I stop by and randomly to see what you’re up to and where your at. This post is very honest. Ernest Hemingway said “All you have to do is write one true sentence. Write the truest sentence that you know.” In this regard, you are right on track.

    To get feedback, one thing I see many bloggers do is ask a question at the end of your post (like you did here.) The “writing communities” I can think of off the top of my head are Medium and Cowbird.

    As for your “inexperience,” that’s an asset which is on your side. Also, writing draws from creativity, so don’t make too much of an effort looking over others shoulders.

    Hope this cheers you up! Keep up the good work!

    • Hey Mitch,

      so nice to hear from you!
      I’m glad you stoped by (definitely gives me a boost to continue publishing at least some posts in english, too.)
      Thanks for the beautiful quote.

      Also I’ll check out Medium and Cowbird, since haven’t heard from them before.

      I hope you are having a good time and we’ll meet somewhere on the road again!!
      Lilja

  11. Lilja!
    I agree with Mitch: ask questions. You said you want to lean over and ask, like in a classroom, “What do you think?” So ask! Invite conversation. You have such interesting thoughts; invite people to share their thoughts, to answer questions, or offer insights into things you don’t understand. I don’t know what other bloggers do but vulnerability invites interaction and connection. Are you willing to be vulnerable about what you don’t know? Maybe people assume you know and understand everything so they don’t feel their contribution is necessary or even important or meaningful. Tell me what your struggles are, where can I help and contribute?
    I love the way you think! Write more in English! You have Ms. Globetrotter as an amazing resource and I am here too! Or you could just teach me German 😉

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out / Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out / Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out / Change )

Google+ photo

You are commenting using your Google+ account. Log Out / Change )

Connecting to %s