Rumänien – Versuch einer Zusammenfassung I

„Ich versuche zu sehen, was du siehst, wie sieht Bukarest für dich aus?“ Fragte mich Iulia in meinen ersten Stunden in der rumänischen Hauptstadt. Irina, ihre Mitbewohnerin, und sie hatten mich vom Flughafen abgeholt. Der Flughafenbus spukte uns am Gara de Nord aus. Nicht unbedingt Bukarest schönstes Viertel – aber wie hätte ich das Wissen können in den ersten Stunden?

Iulias Frage beantwortete ich am Abend in meinem Notizbuch.
Weiß nicht mal, was ich selber sehe. Mein erster Eindruck ist Wahnsinn. Große, nein, riesige graue Häuser, Verkehrschaos, Hunde, die an roten Ampeln warten und vermüllte Grünflächen. Hüpfen über zu Eisbergen gefrorenem Schnee. In allen vorstellbaren Grautönen heben sich die Häuser vom ebenfalls grauen Himmel ab. Wenn ich es mir durch die Europa-Brille angucke, ist es kaum zu glauben, dass Rumänien Teil der EU ist. Zu groß und zu krass scheinen mir die Unterschiede.

58 Tage später ist der erste Eindruck für mich kaum noch nachvollziehbar. Ich blicke zurück auf eine tolle Zeit mit wunderbaren Menschen. Aber was liegt zwischen dem ersten Schock und der Abschiedseuphorie? Continue reading

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