Hinter den Bergen

Ich stehe im feinen Nieselregen an einer dreispurigen Straße irgendwo in einer Stadt in den nördlichen Karpaten und weiß nicht so richtig weiter. Meine Beine sind steif von sieben Stunden Busfahrt, es ist elf Uhr morgens und Maria, die Wirtin des Hostels zu dem ich heute noch will, hat mir grade gesagt, dass der nächste Bus zu dem kleinen Dorf in acht Stunden fährt.

physical-map-of-RomaniaBreb befindet sich oben mittig, ein Stück über Baia Mare

Das Dorf, in das ich möchte, heißt Breb. Selbst die allermeisten Rumänen, mit denen ich sprach haben noch nie davon gehört. Es ist so klein, dass es nicht mal auf meiner Rumänienkarte verzeichnet ist. An meinem zweiten Tag in Bukarest bin ich beim Durchstreifen der Stadt auf einen kleinen englischen Buchladen gestoßen und in diesem Buchladen auf ein Buch namens „Along the Enchanted Way“. Ich habe das Buch in den bunten U-bahnen, den kleinen Cafés und zwischen den alten Häusern Bukarests verschlungen. Der Autor, William Blacker, ist ein Engländer der sich nach den Revolutionen in Osteuropa mit dem Auto von London aus auf den Weg macht um die ihm unbekannte Welt zu entdecken. Er fährt durch Berlin, erlebt den Fall der Mauer und es treibt ihn weiter Ostwärts. Rumänien ist das letzte Land in Osteuropa in dem die Diktatur gestürzt wurde. Ende Dezember 1989 wurden Ceaușescu und seine Frau Elena erschossen. Kurz nach der blutigen Revolution überfährt Blacker die Grenze, streift durch Timisoara, die Stadt in der die Revolution begonnen hat, und lässt sich von einem alten Mann erzählen, dass das Blut der Studenten die den Protest anfingen nur einen Tag auf den grauen Steinen des großen Platzes klebte. An nächsten Tag regnete es stark und alles war wie weg gewaschen. Blacker fährt weiter durch das Land, trifft auf sächsische Dörfer in denen die Menschen Hildegut heißen und mit ihm deutsch reden. Umso tiefer er in das Land eintaucht, desto begeisterter ist er. Er findet Dörfer, die von der moderne Welt beinahe unberührt sind. Eines dieser Dörfer ist Breb in der Nähe der ukrainischen und ungarischen Grenze. Die Menschen in Breb lebten zu diesem Zeitpunkt genauso, wie ihre Ahnen es schon vor vielen, vielen Jahren taten. Sie bauten stabiler Holzhäuser, bearbeiteten ihr Land mit Hilfe ihrer Pferde und stellten alles selber her, was sie zum Leben brauchten. Mich hat vor allem fasziniert wie freundlich die Dorfbewohner zu Blacker sind. Ihm, der in der Einsamkeit des englischen Landlebens aufwuchs, gefällt das gesellige und fröhliche Landleben so sehr, dass er für mehrere Jahre bleibt. Die ganze Zeit über wohnt er bei einem älteren, kinderlosen Paar, was ihn aufnimmt, als wäre er ihr Sohn. Das Buch endet 2008. Noch 2008 lebten die Menschen in Breb sehr traditionell aber Blacker sah, dass viele Dinge sich veränderten. Und nicht unbedingt zum Besseren. Die Menschen, die sich selber nie als arm gesehen hatten, fühlten sich durch bunte Fernsehwerbung als Menschen zweiter Klasse, die am ganzen Spaß der neuen Welt nicht teilhaben können. Blacker prophezeit, dass die moderne, kapitalistische Welt den Lebensstil der Bauern mehr verändern wird als 40 Jahre Diktatur.

Ich war neugierig. Fünf Jahre sind vergangen seit Blacker in Breb lebte. Was hatte sich verändert? Und würde ich das Grab des Mannes, der ihn so freundlich aufnahm und 2007 an Altersschwäche starb, finden? Wie oft hat man die Chance an den Ort zu fahren, wo das Buch spielt welches man grade liest? Ich hatte Zeit und Lust. Deswegen also die sieben Stunden Busfahrt und das Warten im Nieselregen an der großen Straße.

Ich hatte im Internet raus gefunden, dass es in Breb inzwischen ein Hostel gab. Dorthin war ich unterwegs. Oder wäre gerne unterwegs. Erstmal stehe ich an einem Kreisverkehr und halte einen Zettel in die Luft: „Breb“ steht mit Maker drauf geschrieben. Schon nach sehr kurzer Zeit kommt ein Mann angelaufen und spricht mich auf rumänisch an. Er ist Fußgänger, weit und breit kein Auto in Sicht, was will er von mir? Er sieht ein bisschen unheimlich aus, seine Zähne glänzen golden und er redet immer weiter auf mich ein obwohl ich den Kopf schüttle und sage, dass ich ihn nicht verstehe. Er winkt ab und verschwindet. Dann taucht er plötzlich wieder auf, im Schlepptau einen jüngeren Mann der übersetzt. Der Mann würde mich bis nach Breb fahren, für ein bisschen mehr Geld als der Bus mich kosten würde und weit weniger als ein Taxi verlangt. Ich stimme zu und stelle fest, dass ich nicht die Einzige bin. Das Auto des Mannes ist um die Ecke geparkt und drinnen wartet schon ein anderer Mann. Es steigen noch drei andere ein, das Auto ist nun eindeutig zu voll, und wir fahren los. Ich bin die Einzige, die nach Breb will, die anderen wollen in eine andere Stadt sind aber bereit einen Umweg in Kauf zu nehmen. Das Auto hüpft über die löchrige Straße und wie alle anderen Rumänen, mit denen ich bisher mitgefahren bin, entschuldigt sie der Mann bei jedem Hüpfer für die schlechten Straßen als hätte er selber die fußballgroßen Löcher in den Asphalt geschnitten. Der Mann lässt mich an einer Abfahrt hinaus, ich muss nur noch die Straße runter laufen, dann bin ich da.

DSCF3689erster Blick auf Breb

Maria wartet schon auf mich. Sie ist kaum älter als ich, groß, sehr blond und offensichtlich sehr erleichtert, dass ich es heile bis nach Breb geschafft habe. In Breb gibt es nur eine asphaltierte Straße, alle anderen Straßen sind, oder waren mal, gepflastert. Im Frühling, wenn der Schnee von den umliegenden Bergen in Bächen ins Tal stürzt, sind es schlammige Pisten auf denen man sehr vorsichtig laufen muss, um nicht in eine unerwartet tiefe Pfütze zu treten. Zumindest wenn man, sowie ich, keine Gummistiefel hat.

Das Hostel „Somewhere different“ ist wunderschön. Es besteht aus zwei alten Holzhäusern, die liebevoll restauriert und mit alten, selbstgemachten Möbeln ausgestattet sind. Mein Häuschen hat drei Räume. Unten ein kleines Wohnzimmer, in dem ein Feuer im Ofen bollert und eine Küche auf deren Küchenarmatur ich die Lebensringe des Holzes zählen kann. Nach oben führt eine sehr steile, schmale Treppe. Die Stufen stehen abwechselnd ein bisschen hervor. Man muss mit dem rechten Fuß anfangen die Stufen hochzusteigen sonst verheddert man sich ganz furchtbar. Unter der Dachschräge stehen zwei große, weiß bezogene Betten. Nachdem Maria mit mir einen Willkommens-Shot Tuicā (sehr, sehr starker selbstgemachter Obstschnaps) getrunken hat, geht sie und es ist sehr still im Haus. Ich höre nichts außer dem Bach, der vor der Tür vorbei rauscht und dem Feuer im Ofen. Ich fühle mich wie Schneewittchen, die grade das Häuschen der sieben Zwerge entdeckt hat.

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Auf meinem Weg durchs Dorf, ein wenig später, hüpfe ich von Stein zu Stein. Ich habe zwei Paar Schuhe mit.  Winterstiefel, die nach dem langen Winter nicht mehr wasserdicht sein wollen und Turnschuhe. Normalerweise komme ich bei langen Spaziergängen gut mit den Turnschuhen zu recht. Hier nicht. Es muss albern aussehen wie ich in den roten Schühchen über die Straßen hüpfe. Ich teile mir die Straßen mit Hühnern, die glücklich im Schlamm picken. Sie scheinen niemanden zu gehören und wandern von Haus zu Haus. Die meisten Häuser sind traditionelle Holzhäuser, aber zwischendurch gibt es auch große, bunte Häuser wie man sie überall in Europa auf dem Land findet. Christi wird mir später erzählen, dass das die Häuser derer sind, die in Deutschland oder Frankreich viel Geld verdienen. Sie haben zwar große Häuser, sind aber nie da und so stehen die bunten Häuser leer.

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Ich bin schon auf dem Rückweg, als mir ein Pferdewagen entgegen kommt. „Bunā ziua“ ( Guten Tag) rufe ich dem Wagen entgegen und winke den Fahrern zu. Der Wagen hält an. Zwei Männer sitzen auf dem Bank im vorderen Teil des Karrens, der hintere Teil ist leer. Einer der Männer ist etwas älter, hat schlohweiße Haar und ein breites Lächeln. Der andere scheint sehr jung zu sein, seine Haare und sein Gesicht sind dunkel. Der ältere Mann ruft mir etwas zu, ich verstehe zwar nicht was er sagt, wohl aber, dass er mich einlädt mitzufahren. Ich deute in die entgegengesetzte Fahrtrichtung und schüttle bedauernd den Kopf. „We will bring you back!“ [Wir bringen dich zurück] sagt der Jüngere und klettert in den hinteren Teil des Wagens. Er hilft mir einzusteigen und ich setze mich vorne neben den älteren Mann. Der Mann drückt meine Hand fest gegen die kniehohe Seitenwand, ich verstehe, dass ich mich gut festhalten soll. Und nach wenigen Minuten weiß ich auch warum. Gefühlt fahren wir schneller, als ich jemals mit einem Auto gefahren bin, wir springen nicht über die vielen Steine, wir fliegen drüber. Ich lache und der Mann fährt noch und noch schneller. Plötzlich gibt er mir die Zügel. Keine Ahnung was ich damit machen soll, ich halte sie fest und mache offensichtlich irgendwas falsch, denn das Pferd bleibt ruckartig stehen. Der Mann und der Junge lachen und nehmen mir die Zügel wieder weg. Bei einem Haus am Ende des Dorfes machen wir halt, die beiden Männer laden irgendwas in den Karren und wir wenden. Die asphaltierte Hauptstraße entlang schaukelt der Karren viel weniger, ein Grund noch schneller zu fahren. „Want to see where we live?“ fragt der Junge und wir fahren an der Abfahrt zum Hostel vorbei. Schließlich halten wir vor einem kleinen Holzhaus. Die Männer laden aus und zeigen mir das Häuschen. Es sind nur zwei kleine Räume, unmöbliert, die Wände nackt. Es wäre das alte Haus der Familie, sein Vater und seine sechs Geschwister hätten hier früher wie die Heringe nebeneinander gelegen erklärt mit der Junge, während der ältere Mann pantomimisch demonstriert, wie das funktioniert hat. Dann stellen sie sich vor. Es sind Vater und Sohn. Georg und Christian, genannt Christi. Ehrlich gesagt weiß ich nicht, wie die Namen geschrieben werden.

DSCF3637leider nicht das alte Haus, sondern das eines Nachbarn, was aber sehr ähnlich aussieht.

Die letzten paar Meter bis zum neuen Haus hebt Georg mich auf das braune, große Pferd. Ich war nie ein Pferde-Mädchen, kann nicht reiten und schon gar nicht wenn das Pferd über die löchrige Straße schwankt wie betrunken. Bis zum neuen Haus, auch ein Holzhaus aber größer, schaffe ich es aber und klettere direkt vom Pferd auf die Veranda. Im Haus wartet Christis Mutter auf uns. Sie scheint nur kurz überrascht mich zu sehen, dann beginnt sie Essen auf den Tisch zu stellen. Aus vielen verschiedenen Töpfen, die auf dem selbstgebauten Herd in dem ein Feuer brennt, vor sich hin köcheln zaubert sie verschiedene Gerichte, die ich noch nie gesehen habe. Viel Fleisch, einiges ist in Kohl eingewickelt, eingelegtes Gemüse, Eier, selbstgebackenes Brot und tausende Schüsseln mehr. Dazu bekomme ich einen Becher kaltes, frisches Wasser. Es kommt direkt aus dem Boden und schmeckt unglaublich gut. Inzwischen ist es Abend. In dem anderen Haus des Hostels übernachtet eine rumänische Gruppe, der ich gesagt habe, ich wolle nur kurz Spazieren gehen. Ich habe Angst, dass sie sich Sorgen um mich machen. Also verabschiede ich mich von Christis Eltern. Die Familie sieht mir zu, wie ich meine roten, schlammverschmierten Schuhe wieder anziehe und dabei neidisch auf ihre Gummistiefel linse. Mariana sagt etwas zu mir und dann zu Christi, der Aufspringt und eine Leiter zum Dachboden hinauf klettert. Er kommt mit einem Paar herrlicher, dicker Schuhe wieder. Sie passen wie angegossen. Ich kann meine hier stehen lassen und zurück tauschen, wenn ich abfahre, sagen sie mir. Christi bringt mich noch bis zur Kreuzung vorm Hostel. Auf dem Weg springe ich  in jede Pfütze und freue mich über meine trockenen Füße. Unterwegs fragt er, ob ich und die anderen aus dem Hostel morgen Lust auf eine Führung durch Breb hätten. Ich verspreche zu fragen und verabrede mich mit ihm für 10 Uhr morgens des nächsten Tages.

Den ganzen Tag über hatte ich mich gewundert, warum Christi und seine Familie das machen. Nur Christi spricht englisch, und auch er hat mich kaum etwas gefragt. Er und seine Eltern haben mehr erzählt, mit Händen und Füßen und indem sie mich einfach mitgenommen haben. Nur, warum? Ich wusste, dass man im Hostel für 20 Lei ein Abendessen bei einer Familie im Dorf buchen konnte. Andere Hostels und Hotels in der Gegend bieten auch Kutschfahrten für ein paar Leis an. Wollten Christi und Georg Geld für den schönen Tag? Beim Verabschiede traue ich mich dann und frage Christi, ob ich ihm und seiner Familie für das Essen und alles andere ein bisschen Geld geben darf. Er wird rot und sagt: No it’s my pleasure to show Breb and our way of life [ Nein, es ist mir eine Freude Breb und unser Leben zu zeigen]

An dem Tag hätte ich nicht gedacht, dass meine Zeit in Breb noch besser werden kann. Morgen lest ihr, dass das doch noch schöner geht. Ich freu mich, wenn ihr trotz der etwas erschlagenden Länge der Texte weiter mitlest, ich verspreche, es wird sich lohnen!

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18 thoughts on “Hinter den Bergen

  1. Hallo Frollein Europa,
    ich werde richtig neidisch! Einem Buch hinterher reisen, wie toll ist das denn? Wunderbarer Post, bin gespannt auf morgen.

  2. von wegen erschlagen, mehr mehr mehr! denn langweilen tut man sich bei deinen texten nie.
    p.s. deine mail beantworte ich auch die nächsten tage, es war nur hier bei mir ein bisschen stressig.
    fühl dich umarmt!

    • danke, danke, danke! und sag das nicht mit dem erschlagen, rumänien ist so wunderschön, so unglaublich freundlich und einladend, das ich seite um seite vollschreibe. wenn erst mal der letzte breb teil online ist, erschlage ich euch wirklich!
      und das mit dem vermissen in wellen geht mir übrigens genauso, an manchen tagen erdrückt mich das vermissen und ich hab das gefühl, ich müsste unbedingt nachhause. und wenn ich dann am nächsten morgen aufwache ist alles ganz anders und ich kann es nicht erwarten die welt um mich zu entdecken. keine ahnung wodurch das eine oder andere ausgelöst wird.
      ich freu mich so auf deine mail!!

  3. Ich hab jedes Mal ein bißchen Gänsehaut, wenn ich Deine Berichte lese und freue mich ein großes Stückchen für Dich mit, dass Du so tolle Eindrücke sammelst! Weiter so, Lilja!!!! 🙂

  4. Pingback: Old Style Breb | frolleineuropa

  5. WOW! Wirklich interessant dein Blog. Einfach so durch die Welt und das nur wegen einem Buch? Sieht ziemlich abenteuerlich aus. Viel Spaß weiterhin ich bleib am lesen

  6. Hi Lilja,
    bist Du also in der Maramuresch angekommen. Ich war dort Ende der achtziger. Eine Gegend wie aus der Zeit gefallen. Wilde Berge und Wälder, große Klöster komplett aus Holz gebaut. Menschen die noch leben wie vor hunderten von Jahren und trotzdem glücklicher wirken als wir. Jedenfalls die, die dageblieben sind. Gibts Wölfe und Bären? Sei bisschen vorsichtig, das ist ein wildes Land.
    Dein Sven

    • Ich wusste gar nicht, dass du Ende der achtziger dort warst! Ist ja cool! Ich glaube, dass sich gar nicht so viel verändert hat, zumindest die wilden Wälder und Klöster gibt es noch. Bei den Wölfen und Bären bin ich mir nicht so sicher, Georg hat mir zwar immer davon erzählt, aber es kann auch gut sein, dass er mir nur ein bisschen Angst einjagen wollte…

      Klar bin ich vorsichtig, auch wenn ich mich in Rumänien bisher sicherer fühle als in jedem anderen Land meiner Reise. Die Menschen sind einfach unglaublich hilfsbereit und freundlich ohne aufdringlich zu sein. Nachts durch den Wald laufen würd ich trotzdem nicht, dass hat Georg mit seinen Bären schon geschafft 😀

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